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7 natürliche Erfolgsfaktoren

Nachhaltiges und solides Wirtschaften für «Kleine» im grossen Stil

Von Suzane Brunner Zeltner

Illustrationen Siân Spenger

Starten wir in die Selbständigkeit oder sind wir bereits selbständig, dann ist es sehr förderlich, die Natur zu beobachten und aus ihr Lehren zu ziehen. Ein natürlich gewachsener und gesunder Unternehmensgeist wirkt sich auf der materiellen und emotionalen Ebene positiv aus.

Mutter Natur ist die erfolgreichste Unternehmerin überhaupt: Geduldig, stetig, kraftvoll und mit den Gezeiten übersteht sie Kälte und Dürre, bis sie zur richtigen Zeit von neuem erblüht, sich entfaltet, gedeiht und Früchte wachsen lässt. Diese Früchte wiederum enthalten bereits die Samen, welche einen nächsten Zyklus einleiten und sicherstellen.

Auch wir sind ein Teil der Natur, und deshalb liegt diese Anlage, sich entfalten und gedeihen zu wollen, in uns. Zu erblühen ist unsere Natur. Tun wir das nicht, verkümmern wir.

Wer sich selbständig macht, will seine Idee, sein Projekt zum Erblühen bringen. Deshalb haben wir in der Natur Beispiele gesucht, welche sich für eigene Projekte ableiten lassen. Es sind keine Erfolgsgarantien, welche dich über Nacht zum Millionär werden lassen; auch sind es keine kurzfristig lockenden Renditen, die sich dann als faule Eier entpuppen. Die 7 natürlichen Erfolgsfaktoren funktionieren langsam und brauchen ihre Zeit. Der Lohn ist deine Ernte, die sich auf natürliche Weise einstellen wird, wenn du dich deinem Projekt voll und ganz widmest.

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Freude, Liebe und Hingabe an dein Tun

1. Erfolgsfaktor

Massgeblich für den Erfolg und die Fruchtbarkeit deiner Selbständigkeit sind deine Freude, Liebe und Hingabe an dein Tun. Freude und Begeisterung sind dein Treibstoff.

Sich in einem Bereich selbständig machen zu wollen, nur des Geldes wegen, ist auf Dauer zu wenig motivierend. Als Selbständiger hat man sich immer wieder von neuem zu fragen: Macht mir das, was ich gerade tue, Spass? Erfreut es mein Herz? Löst es in mir das Gefühl der Dankbarkeit aus, weil ich das tun kann, was ich gerade tue?

Die Funken, welche das hingebungsvolle Arbeiten versprühen, sind das beste Verkaufsargument überhaupt. Es entsteht eine unsichtbare Leuchtreklame, welche für dich strahlt. Denn das, was du aus der erfreuten Haltung tust, wirkt wie ein starker Magnet, der Menschen zu dir führt, denen genau das gefällt, was du zu bieten hast.

Lehre aus der Natur: Welches sind die schönsten Plätze auf der Welt? Jene, bei denen der Mensch sich nicht einmischt und sie sein lässt. Die Natur nimmt ihren Lauf, entfaltet sich und zaubert in verhältnismässig kurzer Zeit die paradiesischsten Orte. Deshalb faszinieren uns Naturdokumentarfilme so sehr, weil wir ob dieser Pracht und über ihr Wunder nur noch staunen können. So berührend Schönes kann nur aus Freude, Liebe und Hingabe entstehen.

Fazit: Wenn du etwas gerne regelmässig und über einen längeren Zeitraum tust, dann kannst du auch sicher sein, dass du gut darin bist. Alles, was du liebend gerne tust, kann gar nicht anders als liebevoll sein. Denn du machst da weiter, wo andere aufhören - aus einem einfachen Grund: Es macht dir Spass.

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Zeit und Geduld

2. Erfolgsfaktor

Alles braucht seine Zeit. Wachstum ist an die Zeit, eine Dauer gebunden - sie ist fundamental. Gib deinem Vorhaben Zeit, sich zu entwickeln, Wurzeln zu schlagen, sich zuerst unsichtbar und unterirdisch auf das vorzubereiten, was du nach aussen tragen willst. Stärke dich und bereite dich vor.

Solange du bei deinem Vorhaben bleibst, indem du dich mit deinem Projekt beschäftigst, dich ihm hingibst, es entdeckst und dadurch entwickelst, wächst und formt sich dein Angebot zu einer Einheit mit dir. Nur du allein kannst dein Angebot auf deine Art anbieten. Deine Erfahrungen sind einzigartig.

Lehre aus der Natur: Jeder grosse Baum war einmal ein kleiner Baum. Und davor ein Samen. Jeder Baum braucht seine Zeit, bis er wächst, bis die ersten Unwetter und Winde überstanden sind. Das Schöne dabei ist: Auch der kleinste Baum lässt Blätter und Blüten wachsen, und mit der Zeit werden es mehr und mehr, bis die ersten Früchte geerntet werden können.

Fazit: Erfolg folgt auf die Dauer. Mach weiter, bleibe dabei, suche und finde deine Freude beim Tun - auf deine Art und Weise. Mit der Zeit stellt sich der Erfolg auf natürliche Weise ein.

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Pflegen und nähren

3. Erfolgsfaktor

Es ist deine Aufgabe, für die besten Umstände deines Projektes zu sorgen. Einen sicheren Raum bereit zu stellen, ihn liebevoll einzurichten, damit dein Projekt ein warmes und willkommenes Zuhause bekommt. Es braucht deine Anteilnahme, die besten Nährstoffe, die du dir nach deinen Möglichkeiten leisten kannst. Sei grosszügig mit deinem Projekt, auf die Qualität kommt es an!

Arbeite mit den besten Instrumenten, leiste dir die qualitativ besten Nährstoffe, schaffe Ordnung an deinem Wachstumsplatz, damit du und dein Wirken sich wohlfühlen und Lust zum Erblühen und Vermehren bekommen.

Lehre aus der Natur: Eltern (ob Menschen oder Tiere), die ein Kind bekommen, geben ihrem Kind das Beste, was sie ihm geben können. So soll es auch mit deinem Baby sein.

Fazit: Schaffe räumlich und zeitlich Platz, damit dein Projekt sich ausbreiten und gedeihen kann.

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Go with the Flow

4. Erfolgsfaktor

Man kann nicht alles planen. Man kann sehr wohl eine Absicht, ein Ziel oder eine Idee haben. Der Wow-Effekt dafür entsteht allerdings nicht durch die im Verstand akribisch geplanten Schritte, sondern indem man sich dem natürlichen Lebensfluss, der Lebenskraft, dem sogenannten Flow hingibt.

Da beginnt die Magie des Lebens - und du bist im Flow. Nur weil du im Vornherein nicht genau weißt, wie du das eine oder andere bewerkstelligen willst, heisst das noch lange nicht, dass es nicht möglich ist. Mache einen Schritt nach dem anderen - der Flow wird dir für alles eine Lösung offenbaren.

Sei offen für den Weg der Entwicklung deines Projektes. Sage JA zu dem, was deinen Weg kreuzt und dir vor die Füsse fällt. Ob ungeplante Menschenbegegnungen, Begebenheiten oder innere Impulse, gib dich diesem Lebenszauber hin und lass dich überraschen.

Lehre aus der Natur: Lass die Kontrolle, wie etwas zu sein hat, los. Wasser zum Beispiel will fliessen. Und das tut es, egal wie die Umstände sind. Mal steil und schnell im Wasserfall, mal sprudelnd leicht aus der Quelle, dann wieder kraftvoll weit mit dem Strom oder scheinbar ruhend in einem Teich. Wasser passt sich den gegebenen Umständen an und fliesst. Unterschiedlich schnell - aber es hört nie auf zu fliessen, bis es zum tiefstmöglichen Punkt gelangt. Ach ja, und es würde dem Wasser nie in den Sinn kommen, an der Bachbreite oder Temperatur zu meckern...

Fazit: Wenn du in deinem Projekt stockst, dann wird es Zeit für ein JA. Ja's bringen dich in Schwung, in Bewegung, in deinen Fluss. Sollte es dir einmal zu schnell gehen, kannst du mit einem Nein das Tempo regulieren.

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Fokus und Achtsamkeit

5. Erfolgsfaktoren

Achte darauf, was in deinen Garten eindringt, was sich ebenfalls ausbreiten will, und wer dich besuchen kommt. Veredelt dieses Kommen deinen Garten? Bringt der neue Einzug Gutes und fügt sich geschmeidig in dein bestehendes Gärtchen ein? Fühlt sich das Neue trotz Unbekanntsein irgendwie gut an? Kann dein Projekt und dein Vorhaben durch das Neue gestärkt werden? Oder hält es dich davon ab, deinen Weg zu gehen? Lenkt es dich davon ab, deine Energie in das zu investieren, was du gewählt hast?

Lehre aus der Natur: Die Bienen lassen auch keine Wespe oder Hornisse in ihre Waben. Sie beschützen ihre Königin, welche für das Fortbestehen des Volkes schaut und nähren die Familie, damit der Kreislauf fortbesteht. Genauso ist es mit dem Ameisenhaufen oder einer anderen Tierfamilie - die eigene Familie beziehungsweise der eigene Garten ist schon Herausforderung genug!

Fazit: Solltest du merken, dass jemand oder etwas deinem Projekt schadet, dann ist Unkraut jäten angesagt. Auch das ist wichtig für den Aufbau und den Erfolg deines Projektes. Sogenannte Parasiten können in diesem Fall beispielsweise Kunden oder Lieferanten sein. Es können auch eigene schädigende Gedanken sein, die dich davon abhalten wollen, deinen Honig zu ernten. Es gilt, herzhaft klare Grenzen zu ziehen und deinen Fokus auf dein Ziel zu richten.

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Vertrauen

6. Erfolgsfaktor

Wenn du bei deinem Projekt schon vorab genau wissen willst, wie jeder Schritt auszusehen hat, dann wirst du wahrscheinlich kaum damit beginnen, oder wenn, dann stets von neuem enttäuscht sein, weil es nicht so war und ist, wie du es dir vorgestellt hast. Wer einen eigenen Weg wählt und mutig seinen eigenen Weg sucht, kann und wird neue Wege beschreiten müssen, solche, die vorher noch nie einer gegangen ist. Und genau darum ist es auch nicht möglich, jeden Schritt akribisch vorauszuplanen. Wenn du dir klar über dein Ziel bist, dann darfst du auch darauf vertrauen, dass sich deine Idee verwirklichen wird.

Lehre aus der Natur: Weshalb jeden Tag die Sonne wieder aufgeht und welche Kraft dahinter steht, das weiss keiner so wirklich genau. Es ist jedoch ihre Aufgabe, uns ihr Licht zu schenken, damit wir warm haben und wachsen können. Sie macht das Leben auf unserem Planeten mit dem Wasser erst möglich. Da können sich noch so Wolken vor sie stellen oder Sonnenschirme aufgestellt und Sonnencrème eingeschmiert werden. Irgendwas hatte irgendwann einmal die Idee «Sonne». Seither gibt es die Sonne und sie scheint und leuchtet, auch ohne unser Verständnis. Sie ist, was sie ist - jeden Tag und jede Nacht. Das war eine ziemlich gute Idee.

Fazit: Es lohnt sich sehr, dir über dein Ziel im Klaren zu sein und dieses Ziel auch zu definieren und zu formen. Nimm dir Zeit für diese Klarheit, für den Sinn und Zweck deines Projektes. Diese unsichtbare Kraft des Vertrauens ist da und fortwährend am Werk.

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Tun

7. Erfolgsfaktor

Der wichtigste Erfolgsfaktor ist das Tun, die Bewegung oder Handlung. Erfolg kann nur auf eine Tat erfolgen. Wer demzufolge wirkt, erzeugt eine Wirkung.
Irgendwann hat man genug über ein Vorhaben nachgedacht, es ausgebrütet, darüber geredet und geplant. Irgendwann gibt es einfach nur noch Eines, was über den Erfolg entscheidet: Die einen tun es und erfahren das Erfolgreich sein - die anderen träumen weiter.

Lehre aus der Natur: Das Pendant zum Tun ist das Sein. Ist da also ein Samen, dann wird dieser Samen, wenn die Zeit reif ist - in seinem Fall, wenn der Winter vorbei ist - seine Chance nutzen und zu wachsen beginnen. Es wird hageln, nahrungssuchende Tiere und Wanderer werden vorbeikommen - der Samen wird einem Risiko nach dem anderen ausgesetzt sein. Er wird jedoch mit jeder Stunde und jedem Tag weiter zu einer Pflanze wachsen, um sein Ziel, seine Aufgabe zu erfüllen.

Fazit: Gib dich deiner Freude hin, schenke ihr deine Zeit. Stelle den richtigen Platz bereit und pflege und nähre ihn. Sei flexibel und go with the flow, fokussiere dabei stets auf dein Ziel. Hab Vertrauen, in dich, das Leben und dein Berufung. Tu's jetzt.

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Erfolg stellt sich natürlich ein.